Klasse BA 03 auf der Hauptversammlung der HUGO BOSS AG

von Manfred Kohlmann

Fundstück aus dem Archiv

Am 28. Mai 2002 fuhr die Klasse BA 03 zur Hauptversammlung der HUGO BOSS AG nach Stuttgart. Tagungsort war das Messezentrum auf dem Killesberg.

In einem ICE der neuen Baureihe ging es über Mannheim direkt nach Stuttgart. Reine Fahrtzeit 1 Stunde 20 Minuten. Immer noch in der Erwartung, dass jeder Besucher wenigstens eine Krawatte oder eine Probepackung Parfüm geschenkt bekommt. Aber ich kann es schon vorweg nehmen, außer einem Frühstücksimbiss und einem an die Hauptversammlung anschließendes kalt/warmes Buffet, gab es nichts. Kein Anzug, kein Kostüm, keine Krawatte. Pünktlich angekommen hieß es, schnell eine mit Butter belegte Brezel reinschieben und einen Kaffee hinterher – natürlich auf Kosten des Hauses – und dann in den großen Saal, um dem Geschehen zu folgen.

Klasse BA 03 bei der HUGO BOSS AG

Nun, eine Hauptversammlung ist keine Comedy-Show. Zumal es sich bei HUGO BOSS um ein Unternehmen handelt, das zum sechsten Mal in Folge ein zweistelliges Umsatzplus erwirtschaftete und innerhalb von sechs Jahren seinen Umsatz mehr als verdoppelt hat. HUGO BOSS hat im Jahr 2001 einen Umsatz von 1.095 Mio EUR erzielt, 19 % mehr als im Vorjahr. Dementsprechend waren die anwesenden Aktionäre zufrieden. Die nach dem Bericht des Vorstandes gestellten Fragen, waren daher auch eher überflüssiger Natur.

Beispiele:

  • Warum übernimmt HUGO BOSS die Parkgebühren für die motorisierten Aktionäre und nicht die Gebühren für den ÖPNV?
  • Warum sitzen sechs Italiener im Aufsichtsrat des Unternehmens?
  • Warum sitzen im Vorstand der HUGO BOSS AG nur Männer?
  • Der Lagerverkauf in Metzingen muss optisch verbessert werden.
  • Entlastung des Vorstandes und des Aufsichtsrates, Gewinnverwendung und Neubesetzung erzielten "DDR ähnliche" Abstimmungsergebnisse.
Klasse BA 03 bei der HUGO BOSS AG

Nach der Hauptversammlung ging es dann noch auf die Königsstrasse = Einkaufsmeile von Stuttgart. Hier konnte jeder etwas zur Ankurbelung der privaten Konsumgüternachfrage betragen, wovon auch rege Gebrauch gemacht wurde. Ein Hemd für den Freund; ein T-Shirt für einem selbst; eine DVD; eine CD; eine Unterhose ohne Eingriff; ein paar Schuhe, weil die eigenen Schuhe Blasen verursachten und so weiter.
Noch eine Zahl zum internationalen Preisvergleich. Ein Weizenbier 3,40 € und ein Espresso 3,80 € . Nicht schlecht Herr Specht! Oder?
Aber auch Mannheim ist nicht ohne. Einmal pinkeln = 1,00 €. Da wartete die Claudia lieber zappelnd auf den Zug, der dann auch noch 10 Minuten Verspätung hatte. Es ist noch einmal gut gegangen.

Die nächste Klassenfahrt ist schon in der Planung. Nach der schriftlichen Abschlussprüfung geht es vom 07.12.2002 – 09.12.2002 zu einem verlängerten Wochenende an die "längste Theke" der Welt.

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