Selbstständige Berufliche Schule

Pressemitteilung

Martin-Behaim-Schule ist erste Selbstständige Berufliche Schule in Darmstadt

Zum 1. Januar 2012 wurde die Martin-Behaim-Schule durch das Hessische Kultusministerium zur ersten Selbstständigen Beruflichen Schule (SBS) in Darmstadt umgewandelt. Die entsprechenden Beschlüsse der schulischen Gremien fielen einstimmig aus, Schüler- und Elternvertretung stimmten zu.
"Ich bin sehr froh, dass diese auch von der Wissenschaftsstadt Darmstadt unterstützte Statusveränderung zur Selbstständigen Beruflichen Schule die hervorragende Arbeit der Lehrkräfte in den vergangenen sieben Jahren im Modellprojekt Selbstverantwortung plus würdigt", erklärte der Schulleiter Günther Häfner. Er betonte, dass sich zeigt, dass eine innovative Weiterentwicklung des schulischen Systems dann möglich ist, wenn alle an einem Strang ziehen.
So sei zu unterstreichen, dass sowohl das zuständige Staatliche Schulamt als auch die zuständigen Stellen bei der Wissenschaftsstadt Darmstadt den Entwicklungsprozess der Martin-Behaim-Schule stets unterstützt haben. Katja Kandsperger wies als verantwortliche Lehrkraft für Controllingfragen und Haushaltsausschussvorsitzende darauf hin, dass der Handlungs- und Gestaltungsspielraum für die Martin-Behaim-Schule dadurch im Sinne der Schülerinnen und Schüler erweitert werden kann, weil ein gesonderter Kooperationsvertrag zwischen der Wissenschaftsstadt Darmstadt und der Martin-Behaim-Schule – unterstützt durch das Staatliche Schulamt – neu abgeschlossen wurde.

Dass die Selbstständigkeit kein Selbstzweck ist, sondern dazu dient, gemeinsam im Kollegium durch ein wirksames System der Selbstverantwortung für Qualitätsentwicklung und –sicherung zu sorgen, unterstrich auch Norbert Leist, als Mitglied des Schulentwicklungsteams "ein Mann der ersten Stunde" im nun endenden Modellprojekt „Selbstverantwortung plus“. "Die Arbeit aufgrund der Zielsetzungen des Qualitätsmanagementsystems Q2E (Qualitätsentwicklung durch Evaluation und Entwicklung) zeichnet sich immer stärker durch pädagogisch begründete Zielvereinbarungen und Rechenschaftslegung ohne Bürokratie aus", betonte auch Wolfgang Arnold, wie Susanne Müller-Weber, Stefan Dröll, Gertraude Römer-Torrecillas und Axel Schwandt Mitglied des schulischen Qualitätsmanagements.

Die im auslaufenden Modellprojekt "Selbstverantwortung plus" unter anderem verfolgte Zielsetzung der erweiterten Selbstverantwortung mit größerer Selbständigkeit soll auch zukünftig dazu beitragen, dass die Martin-Behaim-Schule ihrem Bildungs- und Erziehungsauftrag noch besser gerecht wird. "Entscheidungen sollen nach Möglichkeit dort getroffen werden, wo sie sich auswirken", unterstrich Arno Birner, der sich sehr stark dafür einsetzte und einsetzt, dass die veränderten Entscheidungsstrukturen weiterhin mit Leben gefüllt werden. Neue Gremien dabei sind das Plenum und ein für zwei Jahre gewählter Schulvorstand, der Aufgaben der bisherigen Gesamtkonferenz übernimmt.

Um dies erreichen zu können, mussten an den Schulen im Vorfeld verlässliche organisatorische Rahmenbedingungen geschaffen werden. Das heißt, dass die Martin-Behaim-Schule über eine Schulverfassung verfügt, die weitgehende Deregulierungen der Entscheidungen bei einer Rechenschaftspflicht der Entscheidungsträger umfasst. Die Weiterarbeit mit dieser Verfassung wurde einstimmig beschlossen.

Die inhaltliche pädagogische Arbeit, die sich im Rahmen des Modellprojekts "Selbstverantwortung plus" durch eine Vielzahl an Projekten auszeichnete, wird im Rahmen des neu etablierten schulinternen Projektmanagements fortgeführt und ausgebaut, so z.B. für den Bereich des "Selbstorganisierten Lernens" und bei der Entwicklung von individualisierten Förderkonzepten, wie der Leiter des schulischen Projektmanagements mitteilte.

Die gute Zusammenarbeit zwischen Schule und Schulträger wird auf der Grundlage eines aktualisierten Kooperationsvertrages weiter gestaltet, was dazu beitragen wird, optimale Ressourcenentscheidungen besser treffen zu können, weil weitgehende Budgetklarheit besteht, erläuterte Manfred Kohlmann, der von der Schule eingestellte Verwaltungskoordinator. Die verbesserte Transparenz der schulischen Abläufe und Entscheidungsprozesse wird erreicht durch den Aufbau und die Nutzung eines Intranets, das zur Kommunikation zwischen allen schulischen Bereichen genutzt wird und auch die Darstellung vieler schulischen Ablaufprozesse in leicht verständlicher Form erhält, so dass sich jede Lehrkraft jederzeit über alles informieren kann, wie es der Verantwortliche, Herr Kübber, betonte.
Die im letzten Jahr extern durchgeführte Metaevaluation habe gezeigt, dass die Martin-Behaim-Schule qualitativ auf gutem Wege ist, betonte auch Rolf Hirt, stellvertretender Schulleiter. Als ein Ergebnis dieser Evaluation wurde zwischenzeitlich ein schulinternes Konzept für ein Beschwerdemanagement entwickelt, das Schülerinnen und Schülern und auch Externen durch entsprechende Informationen auf der Homepage die Möglichkeit gibt, Kritik und Anregungen schnell zu kommunizieren.

"Jetzt muss nur gewährleistet werden, dass die kultusministeriellen Zusagen zur Ressourcenversorgung eingehalten werden", erklärte Günther Häfner. Elisabeth Christ, u.a. verantwortlich für die Arbeit der Fachschule Fremdenverkehr/Tourismus, sieht dann auch gute Chancen zur Realisierung der Zielsetzung, ein qualitativ hochwertiges Angebot zusammen mit externen Partnern für den südhessischen Fremdenverkehrs-, Tourismus- und Hotel- und Gaststättenbereich anbieten zu können, weil eine Zielsetzung der Selbstständigkeit "...weil eine Zielsetzung der Selbstständigkeit auch ist, im Fort- und Weiterbildungsbereich in der Region mitzuwirken; als Partner eines Bildungsnetzwerkes."

Verantwortlicher Pressekontakt

Günther Häfner
Martin-Behaim-Schule
Alsfelder Straße 23
64289 Darmstadt
Telefon: +49 6151 134110

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